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WLE Newsletter Frühling 2005
Reisebericht unserer WLE Studentin Daniela Glodde aus Leipzig
Programm: Kombination aus Intensivprogramm und Konversationsprogramm
Dauer: Januar bis März 2005 (11 Wochen)
Inhalt:
Tokio - eine Stadt die niemals schläft
Ein Tag im Leben eines WLE Studenten
Aktivitäten
Der Unterricht
| Tokio – eine Stadt die niemals schläft! |
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Anfang des neuen Jahres flog ich nun endlich los. Von dem "kleinen" Berlin sollte es eine lange Reise werden in das weitentfernte Japan. So richtig wusste ich nicht, was mich dort erwarten sollte. Man hatte zwar schon viel gehört und gelesen, aber es vor Ort hautnah mitzuerleben ist eben doch etwas anderes. Ich war gespannt, ob wirklich immer so viele Menschen unterwegs sind, über riesige Fußgängerüberwege laufen und sich aneinander- gequetscht in den Zügen zur Arbeit fahren lassen.
Nun, es ist so... auch wenn man den Eindruck noch nicht bekommt, wenn man am Flughafen in Narita landet. Im Zentrum angekommen, ist man mittendrin im hektischen Leben von Tokio.
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| Tokio von oben |
Schnellstraßen direkt
neben dem Kaiserpalast |
Eine Kreuzung mitten in Tokio |
Da Tokio sehr dicht besiedelt ist und zudem Grundstücke sehr teuer sind, leben die meisten Japaner etwas außerhalb - so hat man wenigstens etwas Ruhe. Das Unpraktische daran ist der lange Weg zur Arbeit. Millionen von Menschen müssen irgendwie von A nach B transportiert werden. Und so sind die Züge jeden Morgen und Abend zu einer bestimmten Zeit so vollgestopft mit Menschen, dass die Scheiben der U-Bahnen beschlagen. Dicht gedrängt und von den Männern mit den weißen Handschuhen reingedrückt, steht man oder klemmt mehr oder weniger in der Masse, die in den Kurven hin- und herschwankt. Wer großes Glück hat, kann einen Sitzplatz ergattern, aber die Chancen dafür liegen eher bei null bis weniger als null. Wer zudem etwas empfindlich auf andere Leute Geräusche reagiert, sollte sich besser etwas Musik ins Ohr stöpseln, denn in Japan gilt das "Hochziehen der Nase" nicht als unhöflich. So kann es vorkommen, dass man während seines 40-minütigen Weges rechts und links neben sich schniefende Japaner stehen hat, die eben kein Taschentuch zur Hilfe nehmen, wobei man das hier an jeder Ecke mit aufgedruckter Werbung in die Hand gedrückt bekommt.
Mit den U-Bahnen kommt man praktisch überall hin. Alles ist ausgeschildert und macht es einem so bequem wie möglich schnell an sein Ziel zu kommen. Stehen bleiben kann man hier nicht so einfach. Hinter einem wartet eine Flut von Menschen, die den Pfeilen auf der Treppe, damit man ja niemandem auf der falschen Seite in die Arme läuft, ganz automatisch folgen. Zeit scheint hier keiner zu haben. Telefonieren während des Gehens, Lesen und Schlafen im Zug. Alles genau ausgetüftelt, damit keine Zeit verloren geht. Jeder muss die Schranken passieren, gewissermaßen im Vorbeigehen wird die Fahrkarte entwertet, so dass keine großen Schlangen entstehen, in denen man warten müsste. Für mich aus einer 500.000 -Einwohner-Stadt (Leipzig) ist das alles ziemlich beeindruckend. Geschäft an Geschäft, überall blinkende Werbung, Restaurants jeglicher Art und die unterschiedlichsten Looks der jungen Leute.
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| Harajuku Fashion – Treff |
Shibuya bei Nacht |
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Harajuku und Shibuya sind die angesagtesten Modeviertel in Tokio und Treffpunkt der jungen Leute. Angestarrt wird man hier nicht, so tragen alle das was ihnen gefällt. Selbst im Winter machen die Mädels nicht vor Röcken und High Heels halt, natürlich ohne Strumpfhosen- versteht sich. Einfache T-Shirts und einen Schal, während ich aussah wie der Winter persönlich. Vielleicht sind die japanischen Mädchen durch das Tragen ihrer kurzen Röcke der Schuluniform etwas abgehärtet.
Wenn man sich jeden Tag etwas Zeit nimmt, um verschiedene Plätze Tokios aufzusuchen, stellt man fest, dass die Stadt sehr abwechselungsreich ist. Von oben sieht man zwar nur ein Meer von Häusern so weit das Auge reicht, riesige Hochhäuser und man kann sich schwer vorstellen, dass es dazwischen noch große Lücken gibt, aber die gibt es. Wunderschön angelegte Parks, Tempelanlagen und die grüne Oase mittendrin, der Kaiserpalast. Dieser ist jedoch schwer zu besichtigen, da nur ein ganz bestimmter Teil zugänglich ist. Wenn schönes Wetter ist oder man sogar das Glück hat, die Kirschblüte mitzuerleben, findet man sich in den Parks meist nicht alleine wieder. Viele suchen sich dort ein Fleckchen zum Entspannen. Hat man genug relaxet, gibt es viele Orte an denen schon in den frühen Abendstunden eine Menge los ist.
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| Gartenanlage mitten in Tokio |
Wunderschön angelegter Park |
Asakusa Tempel |
Auf jeden Fall ist Tokio eine sehr interessante Stadt, in der man viel entdecken kann, sowohl alte Traditionen, als auch die neusten Erfindungen (die beheizte Klobrille war sehr beeindruckend).
Es erstaunt es mich immer wieder wie unterschiedlich die Menschen doch sind.
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| Der Tag im Leben eines WorldLink Studenten |
Der Tag beginnt in Tokio doch meistens mit schönem Wetter. Im Gegensatz zu Deutschland, hat man hier das Glück auf wesentlich milderes Klima zu treffen, was im Winter natürlich viel angenehmer ist. Zum größten Teil scheint also die Sonne und je nach dem wo man denn wohnt, muss man früh oder noch früher aufstehen. Die Schule beginnt nämlich kurz nach neun. Nach dem Frühstück läuft oder fährt man ein Stück mit dem Fahrrad, so wie es bei mir war, zur U-Bahn Station. Natürlich findet man sich dort nicht allein wieder. Sogar auf dem Fahrradplatz findet man kaum Platz. Dann geht’s eingeklemmt zwischen Geschäftsmann und Schülern in ihrer Uniform zur Schule. Wer Glück hat fährt nur 30 min, aber wesentlich häufiger fährt man eine Stunde oder länger. Ich war grundsätzlich von 8:00 Uhr bis 9:00 Uhr unterwegs und des öfteren durfte ich mich sogar über einen Sitzplatz freuen.
Im Unterricht wurden jeden Tag verschiedene Themen behandelt und ab 12.40 Uhr hatte man auch schon wieder Freizeit. Alle drängten sich vor die Computer, um die Emails ihrer Liebsten zu lesen und Überlebensnachrichten zu verschicken. Diejenigen, die das Glück hatten in einer Gastfamilie zu leben, so wie ich, sind meistens gleich nach Hause gefahren, um dort Mittag zu essen. Die anderen haben sich versammelt und sind zusammen aufgebrochen, um ein günstiges Restaurant zu finden und wenn es manchmal auch nur bei MC Donalds blieb. Spätestens ab diesem Zeitpunkt haben dann jedoch alle wieder Englisch gesprochen.
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| Kaitensushi |
Sushi-Auslage in einem Restaurant! |
Zu Mittag: Udon mit Ei! |
Ich kam dann jedoch nach Hause und habe zu Mittag gegessen und etwas mit meiner Gastmutter und -schwester geschwatzt, Hausaufgaben gemacht, Fragen gestellt und noch ein paar Emails beantwortet. Und das allerschönste, ich konnte jeden Abend in das heiße Bad (Ofuro) und bei 40 Grad entspannen. Mit einem guten Buch habe ich das richtig genossen. Leider hatte ich meine deutschen Bücher schon nach der Hälfte ausgelesen und musste auf englische zurückgreifen, da japanische doch etwas schwierig waren und ich mein (elektronisches) Wörterbuch nicht so gern mit ins Wasser nehmen wollte. Meine Gastschwester war so lieb, mir einige ihrer Bücher zu leihen.
Wenn ich mich nach der Schule nicht mit meiner Gastschwester zum Bummeln in
Akihabara, dem Mekka für alle Technikfreaks getroffen habe oder mit neuen Freunden Tempel und Parks besichtigt habe, dann ging der Tag recht ruhig zu Ende. Mit japanischem Abendessen, japanischen Gameshows im Fernsehen und etwas Reiswein und Pflaumenschnaps. Oft habe ich viele Fragen über die Kultur und Familien in Japan stellen können und wir haben viel gelacht, wenn wir festgestellt haben, dass es manchmal auf der anderen Seite der Erde auch nicht wirklich anders ist.
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| Meine Gastschwester bringt mir Kalligraphie bei… |
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| Mein Gastvater Yoshio (rechts) |
….und lieh mir sogar mal ihren Kimono! |
Zum Tanzen in den vielen Discotheken oder Ausgehen konnte ich mich nicht so recht überreden, da ich wohl sonst am nächsten Morgen auf dem Tisch eingeschlafen wäre oder auch schon im Zug, wobei ich dann sicher erst an der Endstation erwacht wäre, so wie das einigen meiner Mitstudenten passierte, die sich dann an unbekannten Orten wiederfanden, oder manche den letzten Zug nach Hause verpassten und in der Polizeistation übernachteten.
Zweimal in der Woche konnte ich wie gewohnt meinem Sport nachgehen. Meine Familie war so lieb mir eine Volleyballmannschaft in ihrer Nähe zu suchen. So konnte ich mein Training fortsetzen und kam nicht völlig eingerostet zu Hause an. Die Mannschaft bestand zwar hauptsächlich aus Muttis (Mamabare genannt), aber es war immer sehr lustig und hat viel Spaß gemacht, denn zum ersten Mal war ich die Größte und im Vergleich zu den zierlichen Japanerinnen war mein Angriff richtig kräftig. Der Abschied von ihnen fiel mir ziemlich schwer.
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| Meine Volleyballmannschaft |
An einem anderen wunderschönen Tag bin ich mit meiner Gastfamilie ins Tokyo Disneyland gefahren. Wir haben fast keine Attraktionen ausgelassen und uns in die langen Schlangen der Achterbahnen gestellt. Denn Tokio ist immer voll, auch Disneyland an einem ganz normalen Dienstag im Winter. Bis auf die vielen Menschen und das lange Warten war es sehr schön. Schreiende Japanerinnen rannten den Disneyfiguren hinterher und versuchten das blonde Haar von Alice aus dem Wunderland zu berühren, fast alle trugen Mickey-Mouse-Ohren aus weißem oder schwarzem Plüsch und drängten sich in die Läden, um teure Mitbringsel zu kaufen.
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| Mickey Mouse und ich |
Die große Parade im Disneyland Tokyo |
Überall wurden Photos geknipst und dann setzen sich die Japaner auf mitgebrachte Decken und warteten an den breiten Straßen auf die buntgeschmückten Wägen des Straßenumzuges, während sie Popcorn mampften, welches in glitzernden Chip und Chap Behältern um ihren Hals hing. Das Popcorn gab es in fünf Geschmacksrichtungen: Karamell, gesalzen, Melon-Soda, Kare (so ähnlich wie der Curryreis) und Zimt. Sehr lecker! Als es dann langsam dunkel wurde, erstrahlte alles in geheimnisvollem Glanz, Cinderellas Schloss, die Glasfiguren von Aschenputtel, die Westernstadt, Tom Sawyers Insel mit dem Mississippi-Dampfer.
Wir verbrachten den ganzen Tag im Park, bis er schloss und dementsprechend k.o. sind wir dann mit der U-Bahn heimgefahren. Zum Glück haben wir noch gemerkt, wann wir umsteigen müssen. Zuhause angekommen sind wir nur noch im 5-Minuten-Rhythmus ins heiße Bad gestiegen und dann ins Bett gefallen.
Alles in allem war es eine sehr schöne Erfahrung in einer Gastfamilie zu leben. Nicht nur, dass es sehr interessant ist, es hilft sprachlich sehr viel weiter.
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| Aktivitäten |
Ebenfalls sehr interessant waren die Aktivitäten, die angeboten wurden. Gemeinsam mit anderen Studenten verbrachte man dann den Tag in Museen, beim Anziehen von Kimonos, Erkunden von Tempeln, Teezeremonien oder in einem italienischem Restaurant.
Social Night
Damit man nicht die ganze Zeit englisch mit seinen Kommilitonen sprach, waren immer mehrere Japaner oder Japanerinnen anwesend. Im Falle des italienischen Essens, setzen wir uns gemischt an den Tisch und tauschten uns aus. Die Gespräche gingen oft auch über das Alter, die Hobbys und die Familie hinaus und manchmal ist man auch bei einem ganz anderen Thema hängen geblieben, wie die Arbeitslosigkeit in Deutschland oder Hochzeitszeremonien in Japan, wobei man bei einigen Sätzen doch schon mal wieder Hände und Füße zur Hilfe nehmen musste, um sich auszudrücken.
Was jedoch manchmal gar nicht nötig ist, denn direkte Übersetzungen aus der eigenen Sprache kann man meist gar nicht verwenden und eine einfache Erklärung des Begriffes hätte auch ausgereicht. Zudem war es sehr interessant auch die anderen Studenten kennen zu lernen, zu denen man normalerweise nicht soviel Kontakt hat, wenn man nur in seiner eigenen Klasse ist.
Teezeremonie
Auch die Teezeremonie mitzuerleben war sehr interessant. Alles war ganz ruhig und jeder Handgriff ist genau festgelegt. Die Japaner genießen diese Tradition und entspannen sich während man ihnen den Tee zubereitet. Für mich war es jedoch auch lustig zu sehen, dass dies für viele Ausländer dennoch etwas Fremdes ist. Wer sehr ungeduldig ist, schläft bei der Zeremonie auch schnell mal ein. Denn es dauert schon eine Weile, bis alle Schüsseln gefüllt sind.
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Auch Japaner wissen nicht
immer wie es geht |
Warten auf den Tee |
Die Gruppe bei der Teezeremonie |
Ausflug nach Hakone
Im Februar besuchten wir Hakone, was knapp zwei Stunden entfernt von Tokio liegt. Fast die ganze Schule hat teilgenommen und so sind wir mit 3 Bussen und einigen Lehrern in den durch die heißen Quellen bekannten Ort gefahren. Natürlich waren auch viele Touristen da und alle haben vor dem heißen Dampf Photos geschossen und hielten die schwarzen Eier in der Hand, die in das schwefelhaltige Wasser getaucht werden und somit diese Farbe bekommen.
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| Meine Klasse vor den heißen Quellen |
Touristen in Hakone |
Mitstudenten und ich |
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Mittagessen in Hakone |
Zurück nach Tokio |
Viele kauften orttypische Souvenirs für ihre Familien und nachdem wir mit einem Schiff auf eine Insel übersetzten, haben wir an großen Tischen zusammen Tempura zu Mittag gegessen. Fisch und Gemüse in einer knusprigen Hülle mit etwas Salat, Misosuppe und natürlich grünem Tee. Nach soviel frischer Luft hatten dann auch alle großen Hunger. Es war aber auch wirklich sehr lecker. Auch hier konnte man seine Klassenkameraden etwas näher kennen lernen, denn in den Konversationsübungen im Unterricht bleibt natürlich nicht viel Zeit dafür. Es war immer an schöne Abwechslung zum Unterricht, aber das gute an so einem Aufenthalt in dem Land, dessen Sprache man lernen möchte ist, dass man eben auch außerhalb des Unterrichts viel dazulernt und sei es nur durch das Zuhören anderer.
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| Der Unterricht |
Die Schule hier in Tokio hat ein relativ großes Angebot, was die Klassen angeht. So sitzt man auch meistens mit den Studenten in einer Klasse, die ungefähr das gleiche Wissen haben, so dass auch Konversationsübungen zustande kommen und sich nicht die Hälfte der Klasse langweilen muss. Es gibt Klassen, die ihre Priorität eher auf das Erlernen der Zeichen legt. Die Kaiwa-Klassen (Konversation) wiederum, legen Wert auf das Sprechen und Verstehen und es gibt viele Gruppenübungen untereinander. Die Klassen der Intensivprogramme versuchen alles in ungefähr gleichem Masse abzuhandeln. Lesen, Schreiben, Konversation, Hörverständnis, eigene Sätze bilden und auch mal bestimmte.
Satzkonstruktionen, die häufig verwendet werden auswendig lernen. In so einem Intensivkurs habe ich 9 Wochen verbracht und auch wenn das Schreiben der Zeichen manchmal zu einfach für mich war, so musste ich dafür wieder bei den Erklärungen der Grammatik genauer hinhören. Bevor ich anfing, habe ich mich oft gefragt, wie es denn sein kann, dass man schwierige Grammatik oder Vokabeln nur auf Japanisch abhandelt, denn übersetzt wird eigentlich nicht, nur ab und zu mal in den unteren Klassen, die gerade erst beginnen. Aber in welche Sprache sollte man auch übersetzen, die Schüler kommen schließen von überall her und nicht jeder kann Englisch sprechen.
Aber ich wurde eines Besseren belehrt. Die gewählten Beispiele waren immer sehr anschaulich. Auch die Lehrbücher waren gut gewählt, denn sie haben mehrere Beispiele verwand, um eine Problematik zu erklären und zu 90 % war es überhaupt kein Problem zu verstehen. Auch wenn es am Anfang schwierig war, eher schneller sprechenden Lehrern zu folgen, so gewöhnt man sich recht schnell daran. Es bestand immer die Möglichkeit Fragen zu stellen und immer wurden alle Antworten wiederholt oder schwierige Sachen angeschrieben, so dass es nicht nötig war mehrmals nachzufragen.
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| Meine Klasse beim Intensivprogramm |
Erklärungen an der Tafel |
Imai-sensei und ich |
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| Extraerklärung |
Übungen an der Tafel |
Am letzten Tag des Intensivprogramms |
In der Konversationsklasse, die ich für 2 Wochen besuchte war es ebenfalls sehr interessant. Es ging eben weniger um das Erlernen und Schreiben der Kanji (Zeichen), als vielmehr um das Hörverständnis und Sprechen. Auch hier hat man die Grammatik durchgenommen und mit anschaulichen Beispielen und Übungen ihre Anwendung erklärt. Auch wenn man einen ungefähren Plan hatte und eine Lektion nach der anderen abgehandelt hat, so hat man zwischendurch doch immer wieder auch persönliche Gespräche geführt. Es ist eben nicht nur für die Schüler, sondern auch für die Lehrer interessant zu erfahren wie Familienfeste in Europa stattfinden oder, dass es in anderen Ländern, wie Deutschland, nicht peinlich ist zusammen in die Sauna zu gehen oder in welchen Höflichkeitsformen man mit den Eltern in Korea spricht. Das sind nur einige Beispiele und oft wurde viel gelacht.
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| Meine Konversationsgruppe |
Es ist jedoch erstaunlich wie die unterschiedlichsten Nationalitäten plötzlich in einer Sprache miteinander sprechen und zwar in Japanisch. Die Aussprachen der japanischen Wörter war ganz unterschiedlich und oft konnte man schon daran erkennen, woher der jenige wohl kommen mag. Ich hatte das Glück Studenten aus Korea, China, Vietnam, Malaysia, Australien, Indien, Sri Lanka, Moldawien, Italien, Frankreich, Island, Amerika, Kanada, Brasilien, Argentinien und Chile kennen lernen zu dürfen. Es war etwas ganz Neues für mich und eine sehr schöne Erfahrung.
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